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Hochsensibilität ist keine angeborene Eigenschaft, sondern die Folge von Verlusten, Verletzungen, Unfällen und Gefahren - eine Überlastung des Nervensystems bei fehlender Regulationsfähigkeit.

Hochsensibel ist nicht Mimimiiii!

Hochsensibel – war früher ein beschämendes „Mimimiiii“.

Aber eigentlich ist es doch:
Du brauchst Gesehenwerden,
Verstandenwerden
und Behutsamkeit,

damit etwas heilen
oder etwas Kostbares heil bleiben kann.

 

Wie ist das, wenn wir den Mut haben, ein inneres Kind mit seiner Anhänglichkeit und seinem Weinen ganz zu fühlen?

Wie ist das,
wenn aus uns erwachsenen Menschen dieses kindliche Ungetröstete hervorbricht?

Halten wir uns so aus?
Trauen wir uns, uns in dieser Verletzlichkeit zuzumuten?

Und wenn ja, was wenn andere das nur kurz halten können?
Wir aber mehr brauchen.
Eine Zeit voller Trost und Geborgenheit im Känguru-Beutel
mit Option alle Gefühlslagen von Traurigkeit bis Fröhlichkeit leben zu dürfen
und uns in jedem Moment damit angenommen fühlen zu wissen.

Ziehen wir uns zurück
oder entwickeln wir eine alternative Strategie,
uns die Verbindung zu sichern
– in dem wir uns besonders nützlich machen zum Beispiel?
Immer helfen wollen
und dabei vielleicht spüren,
dass uns das nicht oder nur kurzfristig gut tut,
weil wir geben, statt bedingungslos das zu erhalten, was wir wirklich brauchen,
oder sich die „Nein“s summieren
und wir dann auch wieder auf uns selbst gestellt sind:

mit dem in uns,
was
Trost,
Geborgenheit,
Liebe,
Fürsorge
braucht,
ohne uns festzubinden.

Dafür braucht es jemanden,
der uns sieht
und fühlt
und beschützt,
ohne sich an uns zu bedienen,
ohne uns unsere Eigenverantwortung abzunehmen,
jemanden, der es schafft,
leise und behutsam,
Schritt für Schritt durch unsere Firewalls zu kommen
und uns auf eine Weise erreicht,
dass wir tatsächlich etwas annehmen können.

Und wenn unsere Seele zu lange hungrig war,
muss das klein sein,
ganz klein und ungefährlich,
damit wir es annehmen können.
Den Trost,
die Fürsorge,
die Liebe.

Es wäre zu einfach,
wenn wir es einfach annehmen könnten.
Wenn da noch so viel weh tut,
so viele – berechtigte – Schutzmechanismen sind,
braucht es Zeit und Geduld.

Und jetzt wo wir Erwachsen sind
und auf die Kleinen in uns schauen
auch von uns selbst
für uns selbst:
Geduld,
Behutsamkeit,
uns selbst sehen, verstehen und annehmen wollen.

Und Dankbarkeit für die Menschen,
die an unserer Seite sind und
leise, liebevoll mit uns sprechen.

Wenn es Dir noch schwer fällt,
Dich selbst zu verstehen, liebevoll anzunehmen und zu achten,
lass es mich wissen.

Ich bin gern für Dich da.

Liebe Grüße, Anne 💛

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