Es sind nicht „nur“ Deine Glaubenssätze, es sind Deine Erfahrungen. Oder die Deiner Ahnen.
Deine Gedanken,
Deine Muster,
Deine Überzeugungen –
sind nicht einfach aus dem Nichts entstanden.
Sie haben eine Geschichte.
Deine Geschichte.
Oder die Deiner Ahnen.
Wenn Du sie nur als „Glaubenssätze“ benennst,
verlierst Du vielleicht den Zugang zu etwas Tiefem:
- Deinen Gefühlen.
- Deiner inneren Wahrheit.
- Deiner Selbstachtung.
- Deinen verletzten inneren Anteilen.
Es ist ein großer Unterschied,
ob nur Dein erwachsenes Ich
vielleicht schon weiß,
dass jetzt etwas anders, besser, sicherer ist
oder Dein inneres Kind auch schon darauf vertrauen kann.
Sprich ihm nicht seine Wahrheit, seine Erfahrung ab, indem Du sie Glaubenssatz nennst.
In diesem Beitrag spreche ich nicht über gesellschaftliche Konditionierungen, Missverständnisse und kindliche Annahmen.
Ich spreche über das, was sich aus tiefstem Erleben in Dir eingebrannt hat und in Dir „arbeitet“, auch wenn Du die Erinnerungen vielleicht ausgeblendet hast.
In der letzten Woche kamen eine meiner Klientinnen und eine liebe Freundin mit dem Thema „Glaubenssätze“ zu mir.
Mir stockte beide Male das Herz.
Ich sagte ihnen:
Bitte sag nicht zu Dir
– und schon gar nicht zu Deinem inneren Kind –,
dass das „Glaubenssätze“ sind.
Es sind Deine Lebenserfahrungen.
Echt, wahr, gefühlt
– und leider sehr bitter und schmerzhaft.
Es ist nicht fair,
wenn Du dem Kind in Dir sagst,
dass das, was es erlebt hat,
ein Glaubenssatz ist.
Das nimmt ihm die Wahrheit seiner Gefühle.
Es nimmt ihm seine Würde.
Vielleicht kannst Du heute als Erwachsene manches anders einordnen,
aber das Kind in Dir hat diese Erfahrung noch nicht gemacht,
dass es jetzt besser, sicherer ist.
Es hat noch Angst, Schmerz, Scham …
Das Kind in Dir kann
in seinem noch nicht ganz getrösteten Zustand
noch nicht glauben,
dass es wirklich sicher, geborgen und willkommen ist
und dass es deshalb mit Dir die Schritte gehen kann,
die Du als Erwachsene gern gehen möchtest.
Deshalb bremst es Dich,
deshalb findest Du Dich in Wiederholungen wieder.
Manchmal – das kann auch passieren – ist so ein „Glaubenssatz“ geerbt.
Dann liegt die Wurzel in den Lebenserfahrungen Deiner Ahnen.
Ich bin tief berührt vom Mut der beiden Frauen,
mit denen ich darüber sprach,
denn trotz allem Schmerz wagen sie es,
wirklich hinzuschauen,
zu fühlen, was da ist
und das anzunehmen.
Und ich denke,
Du bist auch mutig,
liest das hier und suchst Deinen Weg.
Die Lösung liegt oft nicht im Kopf,
obwohl wir dort Logik und theoretische Strukturen finden können.
Für manche innere Anteile funktionieren sie aber nicht.
Sie können noch nicht folgen.
Sie brauchen Zeit.
Deshalb möchte ich Dich bitten:
Hab Geduld und liebevolles Mitgefühl mit Dir.
Diese inneren Anteile brauchen behutsamen Kontakt
von Dir
und wenn sie es zulassen können,
auch von liebevollen Mitmenschen.
Veränderung beginnt nicht mit Druck,
sondern mit Behutsamkeit und Geborgenheit schenkender Verbindung.
Wenn Du spürst,
dass Dich dieser Beitrag berührt hat
und Du Dir wünschst,
Deine Erfahrungen, Gefühle und inneren Anteile
nicht länger allein tragen zu müssen,
begleite ich Dich gern ein Stück auf Deinem Weg.
In meinem 1:1 Coaching schauen wir gemeinsam
behutsam,
in Deinem Tempo
und mit viel Raum für das,
was sich zeigen möchte.
Ich bin gern für Dich da.
Liebe Grüße, Anne 💛


